Der e.Wolf 4 bekommt nicht nur eine komplett neue Softwarearchitektur, sondern soll auch bei der Fahrdynamik ein großer Schritt nach vorne sein. Neben einem neuen Fahrwerk stand dabei auch die Gewichtsreduzierung im Vordergrund. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die Grundplatten des vierten e.Wolf nicht mehr aus Aluminium, sondern aus Carbon fertigen zu lassen.

Die Vorteile des neuen Materials haben wir in den letzten Monaten bereits zu schätzen gelernt. Der neue e.Wolf ist deutlich wendiger und dynamischer als sein Vorgänger. Auch die Anzahl der nötigen Kalibriervorgänge der Kamera ist deutlich gesunken.

 

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Große Unterstützung bei der Realisierung unseres „Carbon-Projekts“ haben wir von Florian Stettner bekommen, der mit seiner Firma FSONE seit Jahren im Modellrennsport tätig ist. Er hat nicht nur die Grundplatte, das Top-Deck und den Kameraturm auf Basis unserer CAD-Daten hergestellt, sondern auch die Materialkosten übernommen. Vielen Dank dafür!

Im Zuge der Zusammenarbeit mit Herrn Stettner haben wir auch interessante Einblicke in die Werkstoffkunde und den Modellrennsport bekommen. Carbon ist eben nicht nur leichter und stabiler als Metall, sondern bietet die Möglichkeit, gezielt auf die im Bauteil wirkenden Kräfte zu reagieren. Dazu legt man die einzelnen Carbonfasern genau in die Richtung der Kraftlinien.  Dadurch ergeben sich ganz neue Eigenschaften, zum Beispiel ist die Steifigkeit stark von der Belastungsrichtung abhängig. Zudem wird damit eine exakt definierte Federrate zwischen Vorder- und Hinterachse erzielt. Wir waren erstaunt, wie kompliziert so ein Profi-Modellfahrzeug aufgebaut ist.

Auch wenn wir für den Carolo Cup 2017 sicherlich etwas ambitionierter sind, als in den vergangenen Jahren, setzen wir weiterhin auf eine ebene Grundplatte. Wir nutzen also „nur“ das geringe Gewicht und die gute Stabilität der Carbon-Platten. Bei Plattenware sind die Carbon-Fasern in verschiedene Richtungen gelegt, sodass man einen quasi-isotropen Werkstoff bekommt – die Eigenschaften sind dabei also fast unabhängig von der Kraftrichtung wie bei einem isotropen Werkstoff wie den meisten Metallen.

Wir setzen zum ersten Mal auf Carbon